Samstag, 10. Oktober 2026

Titus 2, 11 – 3, 15 (AT: Hes 17-18; Psalm 1)

11 Denn die Gnade Gottes ist jetzt sichtbar geworden, um allen Menschen die Rettung zu bringen. 12 Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden abzuweisen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben. 13 So warten sie auf die beglückende Erfüllung ihrer Hoffnung und auf das Sichtbarwerden der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus. 14 Er hat sich für uns ausgeliefert, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufen und sich ein reines Volk schaffen könne, das darauf brennt, Gutes zu tun. 15 Das musst du ihnen beibringen, indem du sie ermahnst und mit allem Nachdruck zurechtweist! Niemand soll dich gering schätzen.

3: Kümmere dich um gute Werke!

/3\ 1 Erinnere sie daran, sich den staatlichen Autoritäten und Behörden unterzuordnen. Sie sollen die Gesetze befolgen und zu jedem guten Werk bereit sein. 2 Sie sollen niemanden verleumden, nicht streitsüchtig sein und allen Menschen besonnen und freundlich begegnen. 3 Denn auch wir waren früher unverständig, ungehorsam und gingen in die Irre. Wir waren Sklaven aller möglichen Leidenschaften und Begierden. Unser Leben war von Bosheit und Neid erfüllt, wir waren verhasst und hassten uns gegenseitig. 4 Als dann aber Gott, unser Retter, seine Güte und Menschenliebe sichtbar machte, 5 hat er uns aus reinem Erbarmen gerettet und nicht, weil wir gute und gerechte Taten vorweisen konnten. Durch die Wiedergeburt hat er uns gewaschen und durch den Heiligen Geist uns erneuert. 6 Diesen Geist hat er durch Jesus Christus, unseren Retter, in reichem Maß über uns ausgegossen. 7 So sind wir durch seine Gnade gerecht gesprochen und zu Erben des ewigen Lebens eingesetzt worden, auf das wir voller Hoffnung warten.

8 Diese Botschaft ist absolut vertrauenswürdig, und ich will, dass du mit Nachdruck dafür eintrittst, damit alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, sich ernsthaft um gute Werke bemühen. Das ist gut und bringt den Menschen Nutzen. 9 Beteilige dich dagegen nicht an törichten Streitfragen, Diskussionen über Geschlechtsregister und Zänkereien über das ‹jüdische› Gesetz. Das ist nutzlos und führt zu nichts. 10 Einen Menschen, der Spaltungen in die Gemeinde trägt, verwarne einmal und noch ein zweites Mal. Dann weise ihn ab, 11 denn du weißt ja, dass so einer ganz verdreht ist und sündigt. Damit spricht er sich selbst das Urteil.

Briefschluss

12 Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir schicke, komm so bald wie möglich zu mir nach Nikopolis*, wo ich voraussichtlich den Winter verbringen* werde. 13 Sorge dafür, dass der gesetzeskundige Zenas und Apollos alles bekommen, was sie für ihre Weiterreise brauchen. 14 Auch unsere Leute sollen lernen, überall da, wo es die Bedürfnisse erfordern, Gutes zu tun, damit sie kein fruchtloses Leben führen.

3,12: Nikopolis. Westgriechische Küstenmetropole, von der aus der Gefangenentransport über den Landweg das albanische Apollonia, und von dort aus per Schiff das gegenüber liegende Brundusium in Italien gut erreichen konnte.
3,12: Winter verbringen. Offenbar änderte der Hauptmann seine Meinung, nachdem Paulus den Titusbrief abgeschickt hatte, und entschloss sich den großen Frachter, der im Hafen von Kephallenia lag und bei günstigem Wetter nach Italien auslaufen sollte, zur Weiterreise zu benutzen (Apostelgeschichte 28,11).

15 Alle, die hier bei mir sind, lassen dich grüßen. Grüße unsere Freunde im Glauben. Die Gnade sei mit euch allen!

... und die Bibellese AT 2026:

(Link zur Website der NeÜ-Ausgabe im neuen Fenster)

 NeÜ   bibel.heute • Textstand: 25 01 • © Karl-Heinz Vanheiden • https://neue.derbibelvertrauen.de/index.html